Stadtentwässerung unterstützt im Katastrophengebiet

Stadtentwässerung und WVE im Katastrophengebiet - Unterstützung bei Wiederherstellung der Infrastruktur

Die Nachrichten und Bilder aus den vom Hochwasser verwüsteten Gebieten haben auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtentwässerung und WVE eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Am 22. Juli machte sich ein zehnköpfiges Team mit einem Kanalspülfahrzeug, LKW und Bagger auf den Weg in die Verbandsgemeinde Altenahr, um beim Wiederherstellen der nur noch in Teilen vorhandenen Kanalisation zu unterstützen. „Wir wollten vor den für das vergangene Wochenende angekündigten Starkregenereignissen im Katastrophengebiet schnellstmöglich dabei helfen, zu retten, was noch zu retten ist“, so STE-Vorstand Jörg Zimmermann. Deshalb habe man nicht auf ein eventuelles Hilfeersuchen aus den betroffenen Gebieten warten wollen, sondern sei eigenständig tätig geworden. 
„Die Wettervorhersage und die Ängste der Menschen vor erneuten Überflutungen haben unser Handeln und unsere Solidarität wirklich dringlich gemacht“, meint Zimmermann weiter. „Rheinland-Pfalz steht zusammen!“ lautete es deshalb auch am Blechhammerweg, wo sich Zimmermann zusammen mit zwei Koordinatoren vor Ort direkt an die Planungen machte. Der Einsatzort war durch eine gemeinsame Projektarbeit des Gemeinschaftsbetriebes mit den Verbandsgemeinden im Ahrtal schnell gefunden. Das zehnköpfige Einsatzteam aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtentwässerung und WVE war ebenfalls in Windeseile zusammengestellt. Es besteht aus Freiwilligen, teils wurden und werden die Einsatzkräfte auch auf Grund ihrer Qualifikation explizit ausgewählt. 
Erster Anlaufpunkt der Abwasserspezialisten aus Kaiserslautern war der Bereitstellungsraum in Grafschaft. Dort meldeten sie sich bei den Helferinnen und Helfern von Feuerwehr, THW und Sanitätsdienst für den Einsatz, der sie direkt in den kleinen Ort Marienthal führte. „Hier haben wir begonnen, wenigstens die Kanäle, die nicht vom Hochwasser zerstört wurden, zu säubern und mit unseren Geräten so weit frei zu räumen, dass das Wasser wieder ablaufen kann“, informiert Zimmermann, der von Kaiserslautern aus das Krisenmanagement für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort leitet. Die Einsätze seines Teams an den ersten Tagen dauerten im Schichtbetrieb oft bis drei Uhr nachts, weiterhin musste das im Katastrophengebiet fehlende, von seinen Leuten dringend benötigte Baumaterial samt Transport organisiert werden. 
Inzwischen haben die Einsatzkräfte von Stadtentwässerung und WVE bereits viele Kilometer Kanalisation von Schlamm und Unrat freigeräumt und sich vom kleinen Ort Marienthal über Dernau bis nach Resch vorgearbeitet. Wie es weitergeht, kann Zimmermann derzeit nicht sagen: „Ein zielgerichtetes Arbeiten in Abstimmung mit THW, Bundes- und Feuerwehr war in der jetzigen Situation die größte Herausforderung, die unser Team durch seine Einsatzbereitschaft und gute Kommunikationsfähigkeit vor Ort sehr gut bewältigen konnte.“ In den wenigen Tagen des Einsatzes merke man, wie die Zahnräder von Tag zu Tag besser ineinandergreifen. „Wir planen von Woche zu Woche und unterstützen mit unserem Know-how und unserer Mannschaft, wo wir nur können.“
Wie Zimmermann ausführt, müsse man sich im Klaren sein, dass das Hochwasser die dortigen Kläranlagen fast komplett zerstört hat und der Wiederaufbau der Infrastruktur viele Monate dauern wird. „Aktuell sind die ersten Kolleginnen und Kollegen wieder aus der Verbandsgemeinde Altenahr zurück, wo sie von uns durch frische Kräfte ersetzt wurden“, erläutert er. Um weitere Wiederaufbauhilfe im Katastrophengebiet leisten zu können, werden einzelne Arbeiten in Kaiserslautern jetzt erst einmal verschoben. Nach seinen Worten werden aber die aktuellen Baustellen selbstverständlich wie geplant fortgeführt und fertig gestellt.